Hausbau Herbst und Winter

Dies ist zu beachten – bei einem Hausbau im Herbst/Winter

Der Herbst/Winter wird von schlechtem Wetter begleitet und Sturm und Regen machen Bauherren das Leben schwer, vor allem, wenn ein Haus in dieser Jahreszeit erbaut werden soll oder auch, wenn das Haus noch fertiggestellt wurde. Außerdem nutzen viele Bauherren, die niedrigen Bauzinsen im Herbst, um Wohneigentum zu finanzieren. Dies kann in der kalten Jahreszeit zu einer kniffligen Angelegenheit werden und daher einige Tipps und wichtige Infos, dass Ihr Hausbau auch in dieser Zeit möglichst reibungslos abläuft. Und für alle Bauherren, die jetzt in der Herbstzeit ein Haus planen und im Frühjahr mit Hausbau beginnen wollen – können in der kalten Jahreszeit – diese drei Hausbauphasen erledigen.

Die drei Hausbauphasen, die Sie im Herbst erledigen können

Ein Hausbau lässt sich in drei Phasen gliedern und dies wäre:

– Informationsphase

– Planungsphase

– Bauphase

Die erste Phase ist die Informationsphase und genau hier können Sie die Vorbereitungen auf Ihr anstehendes Großprojekt „Eigenheim“ starten. Der Gedanke reift in dieser Phase und das neue Eigenheim nimmt Formen an. Denn in dieser Phase geht es um die Suche nach einem geeigneten Grundstück, Hausbaukataloge werden gewälzt oder Musterhäuser werden angeschaut.

Die zweite Phase, die Planungsphase, da wird alles konkreter, denn Tätigkeiten wie der Kauf des Baugrundstücks, oder die Prüfung von Bau- und Leistungsbeschreibungen sowie das Abschließen von Versicherungen, Beantragung der Fördermittel oder die Klärung der Finanzen, werden bei dieser Phase angegangen. Und bei der Planungsphase müssen Sie als Bauherr besonders hinschauen auf die Neuerungen der EnEV (energetischen Standards für Eigenheime). Wichtig ist auch, eine Entscheidung zu fällen für eine Baufirma und dann muss noch die Baugenehmigung beantragt werden. Diese dauert circa 4 Wochen, wenn jedoch keine Bebauungspläne vorhanden sind, könnte dies durchaus auch 2 bis 3 Monate andauern. Die dritte Phase, die Bauphase dauert heute lediglich noch 4 bis 5 Monaten. Und wenn Sie die erste und zweite Hausbauphase im Herbst und auch im Winter erledigen, können Sie im Frühjahr, Ihr Großprojekt – Hausbau starten.

Der Hausbau im Herbst

Sturm und Regen begleitet den Herbst/Winter und für viele Bauherren ist der Bau des Eigenheims eine undankbare Zeit. Da Rom auch nicht an einem Tag erbaut wurde, kann ein Hausbau einige Monate dauern. Und genau dies kann besonders, in den kalten Jahreszeiten eine schwierige Zeit werden und deshalb müssen Sie als Bauherr im Herbst und Winter einiges beachten.

  1. Der richtige Schutz der Baustelle vor unbefugtem Betreten.
  2. Während der Bauphase im Herbst und Winter sollten Sie die schlechten Witterungsverhältnisse in den Vertrag aufnehmen.
  3. Die witterungsbedingten Ausfalltage einkalkulieren.
  4. Notdächer errichten zum Schutz vor Unwetter.

Der Schutz der Baustelle vor unbefugtem Betreten

Sie als Bauherr sind für die Sicherheit Ihres Grundstücks grundsätzlich zuständig. Sollten sich Personen auf dem Bau oder Grundstück befinden, haften Sie als Bauherr. Dies gilt auch im Zweifel dann, wenn Schilder mit der Aufschrift „Betreten verboten“ darauf steht. Diese sogenannte Verkehrssicherungspflicht können Sie auf einen Dritten übertragen, zum Beispiel dem Bauleiter. Das entbindet Sie als Bauherr, aber nicht von der Pflicht – die Baustelle zu beaufsichtigen und zu überwachen. Diese Pflicht gilt besonders für den Herbst und Winter. Baustelle Herbst und Winter

Daher kann zwar ein ausreichend hoher Bauzaun fremdes Eindringen verhindern und Sie als Bauherr vor Schadenersatzforderungen schützen, aber nur dann, wenn der Bauzaun ausreichend gut gegen äußere Einflüsse gesichert ist.

Schlechtes Wetter sollte in den Vertrag aufgenommen werden

Die Baufirma, die Ihr Haus baut, ist verpflichtet, das Gebäude und die Baumaterialien vor der kalten Jahreszeit zu schützen, bis Sie das Haus als Bauherr abnehmen. Wie dieser Schutz aussieht, hängt immer vom Einzelfall ab und auch davon, was die Baufirma leisten kann. Und genau dies birgt einigen Konfliktstoff, denn es stellt sich die Frage – was genau zumutbar ist und wie weit das Bauunternehmen im Einzelnen haftet.

Um Streit zu vermeiden, sollten Sie deshalb die Bauarbeiten, die im Herbst und Winter laufen, schon vor Baubeginn vertraglich vereinbaren – wie und mit welchem Aufwand, die Baustelle gesichert werden muss. Sie als privater Bauherr sollten sich daher schon im Vorfeld, von einem Rechtsanwalt für Baurecht beraten lassen.

Die witterungsbedingten Ausfalltage unbedingt mit einkalkulieren

Je nach Wetterlage im Herbst und Winter kann es passieren, das auf der Baustelle für einen oder mehrere Tage nicht gearbeitet werden kann – was unter Umständen im Zeitplan zu Schwierigkeiten führt und zudem die Frage aufkommt: Wer trägt die Kosten? Und hier ist extrem wichtig, dass Sie als Bauherr dies klären und diese Absprachen vertraglich regeln.

Dabei muss geklärt werden unter anderem, wie viele witterungsbedingte Ausfalltage einkalkuliert sind, sowie das Risiko hinausgehende Ausfalltage monetär ausgeglichen werden. Je früher die Vereinbarungen feststehen, umso reibungsloser läuft der Bau.

Baustelle Herbst und Winter

Notdächer errichten zum Schutz für Unwetter

Regen, Gewitter und Stürme sind häufige Gäste im Herbst und im Winter und diese Unwetter können noch ein offenes Dach empfindlich treffen. Dann ist der Schaden groß und Streit ist vorprogrammiert. Und dann kommt die Frage: Wer hätte was und wie schützen müssen?

Daher raten viele Baurechtsanwälte bei größeren Arbeiten auf dem Bau, über Notdächer nachzudenken. Diese Notdächer müssen nicht extra geplant und nicht bezahlt werden. Dennoch sollten Sie als Bauherr dieses Thema Notdächer frühzeitig ansprechen, damit die Sicherheitsmaßnahmen im Falle eines Falles wirklich ausreichen.

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