Bauschutt richtig entsorgen: Das ist bei der Mülltrennung zu beachten

Wenn der Hausbau oder die Renovierung abgeschlossen ist, stehen Mülltrennung und Entsorgung des Bauschutts an. Doch wohin mit alten Brettern, Steinen und sonstigem Unrat von der Baustelle. Was bei der Bauschutt-Entsorgung zu beachten ist und warum Bauherren sich vor der Mülltrennung bei der Gemeinde informieren sollten.

Schutt von der Baustelle – Entsorgung mit Container

Zerbrochene Backsteine, Fliesen oder Betonreste gehören zum Baustellenschutt. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden, damit ein Recycling möglich ist. Klassischer Bauschutt wird am besten in einen normalen Container, wie zum Beispiel vom überregionalen Anbieter Containerdienst DerEntsorger24, verfrachtet, mit dem der Schutt dann an die jeweiligen Wertstoffhöfe oder Entsorgungszentreten transportiert wird. Die meisten Gemeinden erlauben bis zu 100 Liter Bauschutt – wer mehr entsorgen möchte, muss eine Sondergenehmigung einholen. Einige Materialien lassen sich auch problemlos im Rest- oder Hausmüll entsorgen.
Die Rückstände von Umbau oder Renovierung müssen getrennt werden. Ansonsten wird aus dem Container ein sogenannter Baumischcontainer, für den wesentlich höhere Kosten anfallen, da der Inhalt später umständlich getrennt werden. Damit der Schutt in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden kann, müssen Bauherren einige Dinge berücksichtungen.

Schutt im Container entsorgen

Wenn viel Schutt anfällt, muss man nicht unbedingt zwischen Baustelle und Wertstoffhof hin- und herfahren. Ein Bauschuttcontainer ist die bessere Alternative. In einem solchen Container dürfen unter anderem Steine, Beton, Ziegel und Erde entsorgt werden. Auch alte Fliesen oder Straßenschutt kommen in den Container. Metall, Gips und Hochpappe sowie Sonderabfälle aller Art müssen dagegen selbst entsorgt werden – der lokale Wertstoffhof ist die richtige Anlaufstelle.
Für normalen Baustellenschutt fallen zwischen 25 und 40 Euro pro Tonne an. Verunreinigter Schutt wird bei den meisten Anbietern für 30 bis 50 Euro pro Tonne entsorgt. Am teuersten sind Altholz-Container, die pro Tonne zwischen 100 und 150 Euro kosten können.
Zu beachten: Die einzelnen Bundesländer und Gemeinden haben für die Mülltrennung individuelle Vorschriften. Wer baut oder renoviert, informiert sich zuvor am besten beim örtlichen Abfallwirtschaftsamt über die jeweils geltenden Regelungen.

Farbreste und Tapeten– wohin damit?

Lacke und Verdünnungsmittel gehören zum Sondermüll. Sie dürfen weder in den Hausmüll noch in den Container geworfen werden, und auch das Abgießen in Waschbecken und Toilette ist verboten. Farbeimer und Lackdosen müssen zum Wertstoffhof oder zum Schadstoffmobil gebracht werden. Wann letzteres in der eigenen Gemeinde unterwegs ist, steht auf der Webseite des lokalen Abfallwirtschaftsamtes.
Tapeten dürfen dagegen im Restmüll entsorgt werden. Da die Wandbeläge viel Platz verbrauchen, sollten Bauherren die Entsorgung auf mehrere Abholtage verteilen oder einen Teil der Tapeten zur örtlichen Mülldeponie bringen.

Asbest und Möbel entsorgen – darauf ist zu achten

Der Schutt enthält Asbest? Um Handwerker und Nachbarschaft nicht zu gefährden, sollte das Material von einem Fachmann entsorgt werden. Alternativ kann der Asbest auch selbst zu einem Entsorgungszentrum gebracht werden, selbstverständlich mit der notwendigen Schutzausrüstung wie Schutzhandschuhe und Schutzmaske.
Wer Möbel entsorgen will, benötigt dafür viel Platz. Am besten werden mehrere Container bestellt, in denen alte Stühle, Tische und Co. ausreichend Platz haben. Außerdem müssen die Möbel vorsortiert werden – in unbehandelt, lackiert und beschichtet. Schädliche Stoffe dürfen nicht im Sperrmüll entsorgt werden. Unbehandeltes Holz darf dagegen in einem handelsüblichen Container landen.

Tipp: Wer nicht nachweisen kann, dass es sich um unbehandelten Baustellenschutt handelt, sollte zuvor mit der Gemeinde in Kontakt treten. Andernfalls kann es später zu Problemen kommen. Im Allgemeinen läuft die Bauschutt-Entsorgung jedoch meist ohne Schwierigkeiten ab, insofern die genannten Vorschriften beachtet werden. Dann ist die Baustelle schnell und ohne großen Aufwand frei von Bauschutt.

 
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