KfW-Fördermittel beim Hausbau

Wer als privater Bauherr eine Immobilie baut oder erwirbt, wird bestrebt sein, die für die Finanzierung des Vorhabens notwendigen Kredite bzw. die daraus zu zahlenden Raten möglichst niedrig zu halten. Da ist es gut, dass die finanzierenden Banken in Kooperation mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Erwerbern spezielle Förderdarlehen zur Verfügung stellt. Denn die Konditionen dieser KfW-Förderdarlehen sind in der Regel deutlich besser und die Zinsen trotz der derzeit allgemein niedrigen Zinsphase niedrig.

Dabei können die Bauherren zwischen unterschiedlichen Förderprogrammen wählen. Das wohl für nahezu alle privaten Bauherren in Frage kommende Darlehen ist das Darlehen aus dem Wohnungsförderungsprogramm. Jeder, der eine Immobilie erwirbt und sie privat nutzt, erhält dieses Darlehen. Es wird im nachstelligen Finanzierungsbereich vergeben vorausgesetzt, die erstrangige Hypothek steht mit 60 % des Beleihungswertes eingetragen. Der maximale Darlehensbetrag liegt bei 100000,00 € bzw. 30 % des gesamten Finanzierungsrahmens. Dabei wird bei der Bereitstellung des Darlehens seitens der KfW darauf geachtet, dass die gesamten Kreditraten in einem angemessenen Rahmen stehen, dass der Kreditnehmer insofern in der Lage ist, die Raten aus seinem Einkommen auch tragen zu können.

Das trifft auf das Programm „ökologisch bauen“ auch zu. Hier erhalten Bauherren, die ein Eigenheim nach den Energiestandards der Energiesparhäuser KfW-40 bzw., KfW-60 oder auch ein Passivhaus bauen, ein zinsgünstiges Darlehen mit festen Zinssätzen und der Möglichkeit, zu Beginn der Finanzierung die Tilgung für einige Jahre auszusetzen.
Neben dem Neubau wird aber beispielsweise auch das Nachrüsten von Heizkesseln nach den Standards der erneuerbaren Energien durch das Förderprogramm finanziert.

Was für den Neubau bzw. Erwerb einer Immobilie gilt, gilt für Objekte, die sich bereits im Besitz des Kreditnehmers befinden, ebenso. Wer seine Immobilie modernisiert und dadurch den Energieverbrauch senkt, kann diese Investitionskosten einschließlich der Nebenkosten über das KfW-Förderprogramm „Wohnraum modernisieren“ abdecken. Positiv bei diesem Programm ist die Kombination dieser Darlehen zusammen mit anderen Förderdarlehen, wie z.B. das Gebäudesanierungsprogramm der KfW, mit dem Hausbesitzer durch eine Modernisierung den Energieverbrauch nachhaltig senken und insofern einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Dieses Ziel kann auch durch den Einbau einer Solaranlage erreicht werden, deren Kosten ebenfalls über ein spezielles KfW-Förderdarlehen zu 100 % finanziert werden können, wobei die maximale Kreditsumme 50000,00 € nicht überschreiten darf.

© Daniel Bujack – Fotolia.com

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