Wohnkredit ─ so wird die Wohnungsrenovierung erschwinglich

Nicht nur Hausbau und Immobilienerwerb können via Kredit finanziert werden. Für Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten können Immobilienbesitzer den Wohnkredit zu guten Konditionen beantragen.

Einige Geldinstitute bieten zusätzlich zur bekannten Immobilienfinanzierung noch einen Wohnkredit an, der für Umbaubaumaßnahmen oder Investitionen in eine neue Wohnungseinrichtung in Anspruch genommen werden kann. Anders als bei einem Ratenkredit für die Baufinanzierung ist für den Abschluss eines zweckgebundenen Wohnkredits keine Eintragung im Grundbuch notwendig. Eine Kopie des Grundbuchauszugs oder des Grundsteuerbescheids ist in der Regel ausreichend. Nachweise über Einkommen, laufende monatliche Unkosten und die Restschuld bzw. die monatliche Rate bei einem laufenden Kredit sind für die Beantragung vorzulegen. Die Bonität ist, wie bei jedem Kredit, eine unumgängliche Grundbedingung.

Wohnträume werden mit Wohnkredit schnell wahr

Ein Wohnkredit bietet den Vorteil, dass damit nicht notwendig eine lange Bindung eingegangen wird. Das Darlehen kann jederzeit durch Sondertilgungen früher beglichen werden, zudem ist eine fristlose Kündigung immer gebührenfrei möglich. Bei einer vorzeitigen Rückzahlung wird eventuell die wohnkreditgesetzlich zulässige Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Günstige Wohnkredite erhalten Immobilienbesitzer bereits für einen Zinssatz von etwa 4 Prozent. 3,99 Prozent beträgt der Effektivzins zum Beispiel bei der ING-DiBa für einen Wohnkredit ab 5.000 bis 50.000 Euro ab einer Laufzeit von 24 Monaten. Die ING-DiBa gehört außerdem zu den Banken, die auf die Stornogebühr verzichten, wenn ein Kreditkunde seinen Wohnkredit mit einem Schlag abzubezahlen wünscht. Bei der Targobank gibt es den Wohnkredit für einen effektiven Jahreszins von 3,99 Prozent ab einer Darlehenssumme von 5.001 Euro und einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Zinsen berechnen sich hierbei abhängig von der Laufzeit und können sich daher erhöhen. Ein Vergleich der Zinsbeträge mit Rücksicht auf maximale Laufzeiten und monatliche Belastungen ist auch bei einem Wohnkredit unerlässlich, da versteckte Kosten überall lauern. Für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im größeren Stil ist eventuell ein neuer Hypothekenkredit die bessere Alternative.

Handwerkerleistungen beim Fiskus absetzen und Geld sparen

Vom  als Finanzierungsmöglichkeit abgesehen, sollten Immobilienbesitzer nicht vergessen, dass sich Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten teilweise steuerlich absetzen lassen. Handwerkerleistungen fallen unter die haushaltsnahen Dienstleistungen, die in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden können. Unter bestimmten Bedingungen können die Kosten für Umbauarbeiten im Haus noch dazu als außergewöhnliche Belastungen beim Finanzamt abgerechnet werden. Steuervorteile werden nur gewährt, wenn die Handwerksarbeiten per Überweisung bezahlt wurden, Bargeldzahlungen werden vom Finanzamt nicht berücksichtigt. Wer sich die Steuerersparnisse zunutze macht, kann sich mit dem zurückerstatteten Geld eher aus der Zahlungsverpflichtung für den Wohnkredit lösen oder indirekt einen Teil der Raten für den Wohnkredit begleichen. Bei Neubauten ist im Übrigen keine Steueranrechnung für Handwerkerleistungen vorgesehen.

Bildrechte: © Thorben Wengert / pixelio.de + © pic-unique – Fotolia.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.