Naturpool – der natürliche Badespaß

Ein Pool im heimischen Garten ist für viele ein kleiner Traum. Im Sommer einfach abtauchen und entspannen. Ein Naturpool oder ein Schwimmteich fügt sich harmonisch in das Gartenbild ein und kommen ganz ohne Chemikalien aus.

Was einen Naturpool ausmacht

Naturpools sind meist in den klassischen Designs eines Pools und bedürfen deutlich weniger Platz als ein Schwimmteich. Sie werden aber ebenso auf biologische Weise ohne den Einsatz von Chemikalien gereinigt. Das ist gut für die Umwelt und für die Haut. Gerade für Allergiker bzw. Neurodermitiker ist der Verzicht auf Chlor und Co. zu empfehlen. Bei der Reinigung des Pools helfen Mikroorganismen und Wasserpflanzen, die in einem separaten Becken angepflanzt werden. Ebenso werden spezielle Filteranlagen eingesetzt. Hierin liegt der wesentliche Unterschied zum Schwimmteich, der große Uferzonen zur Regeneration braucht und allein durch die hier wachsenden Pflanzen das Wasser reinigt. Ein Schwimmteich muss daher auch mindestens eine Tiefe von 2,50 Meter aufweisen. Darüber hinaus wird eine bepflanzte Uferzone von 50 Prozent der Gesamtfläche zur Filtrierung benötigt.

Ein Naturpool kommt mit weniger Tiefe aus, dabei stehen 85 Prozent der Fläche für ungehinderten Badespaß zur Verfügung. Die Filteranlagen des Pools führen das Wasser täglich durch einen biofilmaufbauenden Filter, der die Algen bildenden Nährstoffe bindet. Dadurch bleibt das Wasser relativ zuverlässig immer klar, während sich bei einem komplett naturbelassenen Schwimmteich manche ökologischen Prozesse nicht vorab prognostizieren lassen. Insbesondere im Frühjahr, wenn die Pflanzen noch nicht alle ausgetrieben haben, ist eine Trübung möglich.

Während Tiere und Pflanzen im Aufbereitungsbecken gern gesehen sind, sind sie im Pool selbst tabu, so bleibt mehr Platz zum Plantschen. Der Pflege- und Betriebsaufwand ist bei einem Naturpool etwas höher als bei einem Schwimmteich. Er muss regelmäßig gepflegt und gereinigt werden, damit das Badevergnügen ungetrübt bleibt. Bereits beim Bau wird darauf geachtet, dass nur Material verwendet wird, dass auf Nährstoffarmut ausgerichtet ist. Bei der Pflege können spezielle Roboter unterstützend und automatisiert eingreifen. Saisonal muss der Pool von Laub, Pollen, Blüten und Algen befreit werden und winterfest gemacht werden, damit es keine Frostschäden gibt. Ebenso müssen regelmäßig die Sedimente abgesaugt werden.

Badevergnügen

Im Sommer kann sich durch die geringe Tiefe das Wasser bei entsprechendem Wetter recht schnell alleine aufheizen. Es Bedarf in der Regel also keine Heizung. Wer auch gerne im Winter schwimmt, kann natürlich über eine solche Möglichkeit nachdenken. Die Luftwärmetauscher sorgen im Pool ganzjährig für eine angenehme Badetemperatur. Dadurch entfällt natürlich auch das Winterfestmachen des Pools.  Weitere technische Spielereien wie Massagedüsen, Beleuchtung, Gegenstromanlagen, Wasserfälle und Rollladenabdeckungen sind möglich. Bei der Planung sollte man dabei den jährlichen Stromverbrauch mit einkalkulieren.

 

Eine gute Planung ist das A und O

Im Netz findet sich die ein oder andere Anleitung für begabte Hobbyhandwerker. Schwimmteiche und Naturpools sind aber anspruchsvolle Ökosysteme. Damit man eine möglichst lange Freude am Pool hat und keine Faktoren außer Acht lässt, sollte man sich also von einem Profi beraten lassen. Neben persönlichen Interessen – wird der Pool mehr zu Schwimmen oder Relaxen verwendet, sind Sie Hobbygärtner oder wollen Sie mit der Pflege der Oase möglichst wenig Zeit verbringen? – schaut sich dieser auch die Gegebenheiten vor Ort an. Die Bodenbeschaffenheit und die Lage und Erreichbarkeit des Geländes spielen bei der Umsetzung der Pläne eine große Rolle. Im Anschluss stehen Farben und Materialien zur Auswahl.

 

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