Fassadensanierung – Tipps und Informationen

Eine Fassade kann während der Jahre an Schönheit aber auch an Qualität verlieren. Sie muss ständigen Witterungsverhältnissen standhalten und wird schlechter in ihrer Funktion und Beschaffenheit. Mit den Jahren wird sie porös und alt. Der Putz macht sich selbstständig und löst sich von der Wand ab. Gewöhnlich hält eine Fassade für 20 Jahre und muss in dieser Zeit lediglich optisch ausgebessert werden.

Fassadensanierung oder Fassadenrenovierung

Sieht die Wand durch die Jahre nicht mehr gepflegt aus, sollte die Wand auf ihre Festigkeit geprüft werden. Stellt sich heraus, dass sich Hohlräume in der Wand gebildet haben und der alte Putz abgeschlagen ist, muss die Fassade saniert werden. Sind Risse oder Schäden am Außenputz zu erkennen, deutet das auf kleinere Schäden hin. Jedoch sollte der Riss oder die Risse genauer betrachtet werden. Denn ein Riss kann auch ein tieferliegendes Problem sein, welcher sich bereits ins Bauwerk gefressen hat. Es handelt sich hierbei nicht mehr um Schäden, die optisch zu verschönern sind, sondern um tiefgreifende Probleme. Diese können aufgrund von Feuchtigkeit in der Wand verursacht worden sein. Die Wand ist dauerhaft feucht und möglicherweise von Pilzen oder Algen befallen.

Ist die Fassade durch kleine Schönheitsreparaturen wieder in Takt zu bringen, genügt eine Fassadenrenovierung. Kleine Risse und harmlose Stellen von abgeschlagenem Putz werden gründlich gereinigt und anschließend neu verputzt. Wurde die Wand ordentlich verarbeitet, ist sie im Anschluss für eine Grundierung und einem neuen Anstrich bereit.

Bei größeren Schäden, die in das Mauerwerk bzw. Bauwerk gehen, genügt eine Renovierung der Fassade nicht, da die Schäden bereits zu weit vorangeschritten. Die Fassade muss durch eine Fassadensanierung instand gesetzt bei der der Putz grundlegend erneuert wird.

Maler Giese / Stuttgart

Eine Sanierung der Fassade kann eine Fassadendämmung mit sich ziehen

Wenn eine Fassadensanierung notwendig wird, kann es möglich sein, dass eine Dämmung der Fassade gleichzeitig eingebaut werden muss. Verfügt das Gebäude noch über keine Fassadendämmung schreibt die Energieeinsparverordnung von 2014 diese Maßnahme für bestimmte Objekte vor. Ist das Haus durch Platten an der Außenwand verkleidet oder wird die Fassade eines Hauses erneuert, muss die Fassade mit einer Dämmung neu versehen werden. Denkmalgeschützte Bauten sowie Fassaden, die nach dem 31.12.1983 nach der Energieeinsparverordnung gebaut oder erneuert wurden, sind hiervon nicht betroffen.

Oberflächliche Arbeiten an der Fassade können auch von einem Heimwerker ausgeführt werden

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine Fassadenrenovierung eher kleinere Schäden in der Außenwand betreffen. Wer handwerklich begabt ist und sich an die Bearbeitung des Putzes heran traut, kann dies auch ohne Fachmann tun. Der Putz wird lediglich auf äußere Makel geprüft und ausgebessert. Die Fassadensanierung hingegen sollte tatsächlich von einem Fachmann ausgeführt werden. Ohne technisches Know How und dem richtigen Werkzeug können die Arbeiten nicht ausgeführt werden. Schließlich muss die gesamte Fassade vom Putz befreit werden und anschließend wieder neu verputzt werden. Kommt eine Fassadendämmung hinzu, wird das Vorhaben noch komplizierter. Ein geeigneter Fachmann sollte hier hinzugezogen werden.

 

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