Dachziegeln sturmsicher machen bei einem Neubau oder bei einer Dachrenovierung – ist sehr wichtig

Da das Dach des Hauses erheblichen Belastungen standhalten muss, müssen Sie Ihr Dach in Schuss halten. Denn sonst können sich bei Sturm oder bei starken Regenfällen, die Dachziegeln oder sogar die Dachpfannen lösen. Und dies können vorbeigehende Fußgänger verletzt werden und Sie als Hauseigentümer müssen Schmerzensgeld oder Schadenersatz zahlen.

Daher raten auch Experten, das Dach in regelmäßigen Abständen von einem Fachmann bewerten zu lassen. Wie oft Sie Ihr Dach prüfen lassen müssen, kann man nicht verallgemeinern, denn klare gesetzliche Vorgaben, in welchen Abständen Sie Ihr Dach kontrollieren müssen, gibt es nicht. Aber bedingt durch die Klimaveränderungen treten in Deutschland vermehrt Unwetter auf und um das Dach vor großen Schäden zu bewahren, sollten Sie Dachziegeln mit Sturmklammern, sturmsicher machen.

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Was sind Sturmklammern genau

Sturmklammern sind Dachbügeln die, die Dachziegeln, mit der Tragelattung verbinden. Aber die Klammern müssen immer zu der Form der Dachziegel passt. Und dieses Zubehör bekommen Sie von Herstellern, die Dachziegeln, Werkzeuge und Materialien zur Dacheindeckung anbieten.

Welche Sturmklammern für Ihr Dach die richtige sind, hängt immer von der Dachpfanne und von der Dicke der Dachsparren ab. Meistens werden diese Klammern in den seitlichen Falz der Ziegel einfach nur eingehängt. Es gibt auch Sturmklammern, die Sie einschlagen müssen. Aber bei einer Tragelattung von 30 x 50 Millimeter bis 40 x 60 Millimeter sind Klammern zum Einhängen üblich. Für diese Art Klammerung benötigen Sie überhaupt kein Werkzeug und außerdem bleiben die Sparren unbeschädigt. Hingegen bei anderen Lattenstärken sind Einschlagklammern nötig, um das Dach sturmsicher zu machen.

Alle zwei Systeme verbinden jeden einzelnen losen verlegten Dachziegel ganz fest mit der Dachlattung. Sehr wichtig ist aber das, das Dach immer ein komplettes System aus einer Unterkonstruktion sowie Eindeckung besteht, denn nur so ist die Befestigung am Dach wirklich sturmsicher. Denn die Prüfung nach DIN EN 14437, die den Abhebewiderstand bestimmt, erfolgt immer für das komplette System. Daher müssen die Sturmklammern für die verwendeten Dachpfannen und für den Sparren zugelassen sein.

Die Vorschriften für eine sturmsichere Dacheindeckung

Wie schon oben erwähnt, da durch den Klimawandel die Sturmschäden in Deutschland zunehmen, wurde 2011 eine Überarbeitung der Fachregeln des Dachdeckerhandwerks durchgeführt. Denn seit 2011 müssen alle Dachdecker dementsprechend der neuen Richtlinien alle Dächer die neu gedeckt werden – gegen Sturm sichern. Die Richtlinien unterteilen sich in Deutschland in vier Windzonen. Das heißt: Je nach Zone und Art des Daches sind Sturmklammern vorgeschrieben. Denn Stürme zerren nicht die Dachpfannen, sondern erzeugen zum Innenraum einen Unterdruck und es kann ein Sog entstehen, der wiederum die Eindeckung vom Dach saugt.

Es ist zwar keine Pflicht Sturmklammern nachträglich zu verbauen, aber Sie als Hausbesitzer sollten immer bedenken, dass diese Sturmklammern vor Sach- und Personenschäden schützen. Und stehen ohnehin Arbeiten im Dachbereich an – ist das Setzen von Sturmklammern auf jeden Fall sinnvoll. Denn 250 Sturmklammen, die aus verzinktem Stahl bestehen, kosten circa 150 Euro und die Montagekosten richten sich von der Höhe des Hauses und dem Umfang der Arbeiten ab. Da die Kosten nicht sehr Hoch sind, lohnt sich das Nachrüsten von Sturmklammer mit Sicherheit, denn nur so ist Ihr Dach wirklich sturmsicher.

 

Hier noch ein kleiner Film über Sturmklammern

 

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