Schlüsseldienstbetrug: Tür zu, Geldbeutel auf?

Es ist das Horror-Szenario für alle Hausbesitzer oder zur Miete wohnenden Menschen: Die Tür fällt ins Schloss und der Schlüssel liegt noch im Zuhause. Gerade noch wollte man voller Schwung einer Unternehmung nachgehen, doch jetzt steht das große Problem vor der Tür: Der Zugang in die Wohnung oder in das Haus ist versperrt. Jetzt kann nur noch ein Schlüsseldienst helfen. Nicht selten kommt es dann zum Betrug. Was Schlüsseldienstbetrug ist und wie Schlüsseldienstbetrug verhindert werden kann, schildern wir in unserem kleinen Ratgeber.

Alle Fakten zum Thema Schlüsseldienstbetrug

  • Fällt die Tür ins Schloss und der Schlüssel ist noch drin, ist oft ein Schlüsseldienst nötig.
  • Nicht selten werden die Kunden Opfer von einem Schlüsseldienst Betrug.
  • Ein Schlüsseldienstbetrug kann mit etwas Kenntnis leicht erkannt werden.
  • Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich ein Schlüsseldienstbetrug verhindern.

Ausgesperrt: Plötzlich geht die eigene Tür nicht mehr auf

Zuhause ist es am Schönsten. Viele Menschen betrachten ihr Heim als Rückzugsort und als Oase des Wohlfühlens. Doch wenn die Sicherheit im eigenen Zuhause in Gefahr gerät, sind sie erschüttert. Ähnlich fühlen sich viele Hausbesitzer oder zur Miete wohnenden Leute, wenn sie ihren Schlüssel in der Wohnung vergessen haben. Hilflosigkeit tritt ein, teilweise sogar Panik. Für die Türöffnung wird dann meist ein Schlüsseldienst in Betracht gezogen, falls man mit einer Scheckkarte selbst nicht zum gewünschten Ergebnis kommt. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, denn jeder Rechtsanwalt und auch der Verbraucherschutz rät, wachsam vor einem Schlüsseldienstbetrug zu sein.

Schlüsseldienst: So setzt sich der Betrag zusammen

Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Wer eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, muss für diese angemessen bezahlen. Die Betonung liegt vor allem im Falle des Schlüsseldiensts auf dem Wort „angemessen“. Viele Unternehmen für die Türöffnung stellen nämlich unverhältnismäßig hohe Beträge in Rechnung. Der schmale Grat zwischen Fairness und Betrug wird dabei häufig verlassen und der Verbraucher wird mächtig zur Kasse gebeten. Dabei setzt sich der zu zahlende Betrag aus vier Kriterien wie folgt zusammen:

  • Die Anfahrt: Der Schlüsseldienst berechnet Dauer der Anfahrt und evtl. die Entfernung zur Firma.
  • Die Türöffnung: In Rechnung gestellt wird die benötigte Zeit, sowie die Dienstleistung bzw. Fertigkeit an sich.
  • Ein etwaiger Zuschlag: Wird der Schlüsseldienst am Wochenende oder in der Nacht gerufen, wird es deutlich teurer.
  • Die Mehrwertsteuer: Auch der Staat verdient an der Dienstleistung mit – wie in jedem Gewerbe.

Wie in der unten stehenden Infografik zu erkennen ist, sind neun von zehn Schlüsseldiensten überteuert. Zehn Prozent der Rechnung fallen auf auf die Anfahrt, 46 Prozent auf auf die Dienstleistung der Türöffnung an sich. Ein Zuschlag und die Mehrwertsteuer machen allen Erfahrungen nach ca. 25 Prozent bzw. 19 Prozent der Rechnung aus.

Für die komplette Infografik bitte auf das Vorschaubild klicken (via www.betrugstest.com)

Letzte Rettung oder Abzocke? Schlüsseldienstbetrug erkennen

Die Gefahr eines Schlüsseldienstbetrugs ist riesig. Schließlich nutzen die betroffenen Unternehmen die hilflose Situation ihrer Kunden schamlos aus. Viele Experten sprechen daher von Nötigung durch unverhältnismäßig hohe Rechnungen. Erst kürzlich gab es einen Schlüsseldienstbetrug in Kranzberg. Über 700 Euro wurden einer 25-jährigen Kranzbergerin berechnet. Doch das muss nicht sein, denn eigentlich lässt sich ein Schlüsseldienstbetrug sehr leicht erkennen:

Mehrere Telefonnummern

Bietet ein Schlüsseldienst Telefonnummern aus mehreren Städten an, muss es sich dabei nicht unbedingt um ein großes Unternehmen handeln. Nicht selten sind hier Betrüger am Werk, welche einen langen Anfahrtsweg in Angriff nehmen, um dann eine entsprechend hohe Rechnung stellen zu können.

Keine Preisangabe

Seriöse Unternehmen präsentieren sich ihren Kunden transparent. Auch bei einem Schlüsseldienst sollte der Preis leicht ersichtlich sein und vor der Anfahrt bereits geklärt werden. In der Stadt kostet ein Schlüsseldienst ca. 70 Euro, auf dem Land ungefähr 60 Euro.

Viele Branchenbucheinträge

Eine Firma sollte für ihren Namen stehen und diesen selbstbewusst präsentieren. Sollte ein Schlüsseldienst unter mehreren Namen und Logos auftreten, liegt ein Betrugsversuch nahe. Schließlich versuchen sie dadurch, ihre Kunden auf eine falsche Fährte zu locken und Varianten zu simulieren, welche in Wirklichkeit gar nicht existieren.

Tipps & Tricks: Wie man sich vor einem Schlüsseldienstbetrug schützen kann

Ist die Tür ins Schloss gefallen und der Schlüssel nicht zur Hand, hilft häufig nur der Schlüsseldienst. Trifft man auf ein seriöses Unternehmen, ist dies eigentlich kein Problem. Damit die Rechnung nicht allzu hoch ausfällt, sollten jedoch einige hilfreiche Tipps und Tricks befolgt werden:

  • Schlüsseldienst kontrollieren und überprüfen
  • Kosten bereits vor der Anfahrt besprechen
  • Mitarbeiter vor Ort noch einmal abfragen
  • Einen Zeugen während der Türöffnung dabei haben

Auch wenn die Situation unangenehm ist, kann man mit der richtigen Herangehensweise zumindest dafür sorgen, dass die Rechnung nicht allzu hoch ausfällt. Durch die Tipps und Tricks wird sichergestellt, dass nur ein geringer Betrag bezahlt werden muss und die Türe unbeschädigt von einem Fachmann geöffnet werden kann.

 

 

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