Hauswasserfilter und Wasserenthärtungsanlagen

Hauswasserfilter und Wasserenthärtungsanlagen

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Hauswasserfiltern: Solche, die das Wasser reinigen und solche, die das Wasser enthärten. Filter zur Reinigung des Wassers sind bei Neubauten mittlerweile Vorschrift, Enthärtungsanlagen sind optional.

Unser Trinkwasser wird zwar streng kontrolliert, dennoch können auch nach der Filterung im Wasserwerk noch Schadstoffe, wie zum Beispiel Schwermetalle oder Krankheitserreger im Wasser enthalten sein. Aus diesem Grund macht der hauseigenen Wasserfilter Sinn. Es gibt den Hauswasserfilter Hauseingang die Varianten mit und ohne Rückspülung.

Hauswasserfilter mit Rückspülung

Beim Hauswasserfilter mit Rückspülung sind Wartung und Reinigung einfach. Es gibt nach der Anschaffung keine Folgekosten, da der Filter sich selbst reinigt. Es gibt keine Ersatzteile, die ausgewechselt werden müssten. Normalerweise funktioniert bei einem Wasserfilter mit Rückspülung der Reinigungsvorgang automatisch. Er kann aber auch schnell und einfach von Hand vorgenommen werden.

Hauswasserfilter ohne Rückspülung

Ein Hauswasserfilter ohne Rückspülfunktion besitzt einen Filter in dem sich die Keime festsetzen, welcher alle zwei Monate gereinigt oder ausgetauscht werden muss. Hier entstehen zusätzliche Kosten durch den Kauf eines Ersatzteils und in den meisten Fällen die Bestellung eines Fachmannes, der den Ersatzteilwechsel vornimmt. Um eventuelle Schäden an der Bausubstanz durch austretendes Wasser zu vermeiden, sollte der Wechsel des Ersatzteils nur selbst vorgenommen werden, wenn entsprechende Kenntnisse vorhanden sind.

Was ist besser? Filter mit oder ohne Rückspülung?

Vergleicht man die Vor- und Nachteile von Filteranlagen mit und ohne Rückspülung, ist klar zu erkennen, dass Filter mit Rückspülung zu bevorzugen sind, da sie keine Folgekosten verursachen, da der Wasserkreislauf während der Reinigung nicht unterbrochen werden muss und da sich der Anschaffungspreis schneller amortisiert.

Unter den Hauswasserfiltern gibt es nur wenige Unterschiede. Der Einbau sollte bei allen Filtern ausschließlich durch einen Fachmann vorgenommen werden, damit die Anlage auch wirklich dicht ist. Es gibt Unterschiede in Größe und Gewicht der verschiedenen Filter. Welcher Filter passt, muss nach Größe und Bauart der Räumlichkeiten entschieden werden. Da Hauswasserfilter sich in einer relativ niedrigen Preisspanne zwischen 50 und 200 Euro bewegen, ist es empfehlenswert, eher einen qualitativ hochwertigen Filter zu kaufen.

alter und neuer Wasserenthärtungstanks

Ist eine Wasserenthärtungsanlage notwendig?

Ob ein normaler Hauswasserfilter ausreichend ist, oder ob eine Wasserentkalkungsungsanlage notwenig ist, hängt vor allem von der regionalen Wasserhärte ab. Grundsätzlich gilt, dass unser Wasser in Deutschland überall eine so gute Qualität aufweist, dass eine Enthärtungsanlage als eine gute Option aber nicht als ein Muss gesehen werden kann. In Gebieten mit einer niedrigen Wasserhärte, wo wenig Kalk im Wasser ist, macht eine Enthärtungsanlage keinen Sinn. An Orten mit stark kalkhaltigem Wasser, kann sie vor einer Verkalkung von Rohren und Geräten schützen. Allerdings bringt eine Wasserenthärtungsanlage Kosten mit sich, nicht nur bei der Anschaffung sondern auch für den Betrieb.

Arten von Wasserenthärtungsanlagen

Wasserenthärtung durch Kationenaustausch

Die Wasserenthärtung durch Kationentausch ist die am häufigsten angewandte Methode. Ein spezielles Harz bindet Calcium- und Magnesium-Ionen und tauscht sie im Wasser gegen Natrium-Ionen aus. Dem Harz muss später wieder Salz zugesetzt werden, damit immer wieder Natrium-Ionen vorhanden sind.

Chemische Wasserenthärtung

Bestimmte Chemikalien gehen leicht chemische Verbindungen mit Calcium und Magnesium ein und können den Kalk im Wasser deshalb binden.

Elektrische Wasserenthärtung

Bei der elektrischen Wassenthärtung gibt es unterschiedliche Methoden. Eine gängige Methode ist es, durch den Einsatz von Elektroden, die immer wieder ihre Spannung verändern, die Bildung von Kalkkristallen an der Elektrode hervorzurufen. Eine andere Methode ist es, durch elektrische Felder die Bildung größerer Kalkkristalle hervorzurufen. Die Wirksamkeit der elektrischen Methoden ist noch umstritten und konnte bisher nicht eindeutig belegt werden.

Wasserenthärtung durch Aufkochen

Beim Aufkochen des Wassers bleibt der Kalk in fester Form im Kessel zurück.

Im Unterschied zu Hauswasserfiltern können die Preise von Wasserenthärtungsanlagen im vierstelligen Bereich liegen und verursachen weitere Folgekosten. Deshalb kann der Einbau einer Filteranlage mit Rückspülung als notwendig angesehen werden, der Einbau einer Wasserenthärtungsanlage ist hingegen eine Option, die im individuellen Einzelfall beurteilt werden muss.

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