Der Winter kommt: Brennholz richtig trocknen, spalten und lagern

Spätestens im Herbst müssen Wohnungsbesitzer, die mit Holz heizen, den Brennholz-Vorrat auffüllen. Die benötigte Menge hängt vom Heizbedarf ab. Bei der Lagerung und Aufbereitung von Brennholz müssen ebenfalls einige Dinge beachtet werden.

Die richtige Menge Brennholz für den Winter

Der Lagerplatz sollte ausreichend Fläche bieten, um Brennholz für mindestens ein bis zwei Jahre lagern zu können. So wird sichergestellt, dass immer ausreichend trockenes Holz zum Heizen zur Verfügung steht.
Als Brennholz eignet sich vor allem Harthölzer wie Buche, Esche oder Eiche. Die Holzarten verfügen über einen ähnlichen Heizwert, wobei es bei der Verbrennung Unterschiede gibt. So verursacht Eichenholz einen größeren Funkenflug, während Buch viel Glut entwickelt und am längsten brennt. Weichhölzer eignen sich ebenfalls als Brennholz und werden aufgrund ihres niedrigen Preises besonders häufig verwendet.

Natürlich sollten nur unbehandelte Hölzer als Brennholz verwendet werden. Gefärbte Hölzer oder ähnliches sollten aussortiert werden, da gesundheitliche Risiken bestehen. Zudem ist das Verbrennen von angestrichenen oder anderweitig bearbeiteten Hölzern im Kaminofen laut 1. BImSchV nicht gestattet.

Brennholz richtig lagern

Beim Verbrennen von feuchtem Holz entstehen unter Umständen Schadstoffe. Eine sachgemäße Lagerung stellt sicher, dass das Brennholz schnell den gewünschten Trockenheitsgrad erreicht hat.

Brennholz sollte ausreichend lange gelagert werden, bevor es verheizt wird. Es sollte eine Feuchtigkeitsstärke von rund 20 Prozent oder weniger aufweisen. Der Trocknungsprozess kann einige Wochen oder Monate dauern. Während Fichte und Tanne sehr schnell trocken sind, brauchen harte Holzarten deutlich länger. Vor allem Harthölzer wie Eiche oder Buche müssen lange gelagert werden – bis zu zwei Jahre, wenn sie noch feucht sind. Zu lange darf Brennholz allerdings nicht gelagert werden, da sich dann der Heizwert verschlechtern kann.
Brennholz sollte an einem sonnigen und trockenen Ort gelagert werden, der zudem gut belüftet ist. Außerdem muss der Ort vor Witterungseinflüssen geschützt sein, da das Holz ansonsten feucht wird und schimmelt. Vor Regen schützen ist selbstverständlich. Idealerweise eignen sich dafür Holzabdeckplanen, die genau dafür konzipiert sind. Ideal ist auch eine nach Süden gerichtete Hauswand. Das Brennholz kann in einem Abstand von mindestens fünf Zentimeter zur Wand gelagert werden, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.

Alternativ kann Brennholz auch im Keller gelagert werden, insofern es ausreichend trocken ist. Der Keller sollte sich allerdings belüften lassen, denn ansonsten kann Schimmel entstehen.

Aufbereitung von Brennholz

Brennholz kann meist nicht ohne Weiteres verheizt werden. Bevor der Kamin befeuert werden kann, muss das Holz in kleine Holzscheite gespalten werden. Das Holz sollte frühzeitig verarbeitet werden, da es sich im feuchten Zustand leichter schneiden lässt. Brennholz wird in der Regel mit einem Holzspalter, einer Kreissäge oder einer herkömmlichen Axt hergestellt. Bei großen Mengen Holz bietet sich ein Holzspalter an.

Die Holzspalte sollten ausreichend klein sein, damit sie gut in den Ofen passen. Als Faustregel gilt: 30 bis 40 Zentimeter je Holzspalt und eine Breite von zehn bis 20 Zentimetern. Kleinere Spalte lassen sich später zum Anzünden verwenden.

Zu beachten: Bei der Brennholz-Verbrennung im Schwedenofen muss eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet sein. Hierfür genügt es, die Luftklappe am Kaminofen etwas offen stehenzulassen. Andernfalls können beim Schwelen des Holzes entstehende Stoffe nicht abweichen.

Scheitholz, Anmachholz und Stammholz

Beim Kauf von Brennholz kann zwischen Scheitholz, Anmachholz und Stammholz gewählt werden. Bei Stammholz handelt es sich um unbehandelte und ungespaltene Rundhölzer. Scheitholz ist bereits vorgespalten und kann ohne weitere Verarbeitung verheizt werden. Anmachholz sind kleine Holzscheite, die sich zum Anheizen des Kaminofens eignen. Meist weist Anmachholz weitere spezielle Eigenschaften wie eine hohe Trockenheit auf, durch die es besonders gut brennbar ist.
Zusätzlich zum Brennholz werden klimafreundliche Ergänzungen wie Briketts oder Holzpellets benötigt. Sie werden aus Sägespänen oder Restholz hergestellt und eignen sich als kompakte Brennstoffe. Zudem wird zur nachhaltigen Energiegewinnung beigetragen.

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