Laminat verlegen – so geht´s

Laminat verlegen – so geht´s

Laminat ist eine günstige und widerstandsfähige Alternative zu zahlreichen Bodenbelägen, die im Baumarkt gefunden werden können. Zu diesen zählen beispielsweise Dielen, Parkett oder PVC. Einer der wesentlichen Vorteile bei Laminat ist, dass auch Heimwerker mit etwas Erfahrung ihn einfach und ohne viel Zeitaufwand verlegen können.

Woraus besteht Laminat?

Laminat ist ein Bodenbelag, der aus zwei mit einander verleimten Schichten besteht. Dabei besteht die untere Schicht meist aus Spahnholz. Die Deckschicht hingegen, aus Kunststoff, welche in zahlreichen Holzoptiken angeboten wird. Das Laminat wird in einzelnen Dielen angeboten, die nach Belieben mit Hilfe eines Stecksystems miteinander verbunden werden können und mittels einer Säge auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden können.

Welches Werkzeug wird zum Verlegen benötigt?

Laminat ist vergleichsweise einfach und ohne viel Werkzeug zu verlegen. Die einzigen Werkzeuge, die Sie zum Verlegen benötigen, sind ein Hammer, im Idealfall ein Gummihammer, ein Maßband und ein Laminatschneider. Sie können jedoch auch eine handelsübliche Stichsäge verwenden, um die Dielen zurecht zu schneiden. Die optimale Schnittqualität erhält man mit einer Tischkreissäge. Mit ihr können Quer- als auch Längsschnitte ideal gesägt werden. Eine enorme Hilfe, allein bei dem Zusägen der letzten Reihe parallel zur Wand.

1. Die Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Verlegen des Laminats beginnen können, müssen Sie zunächst Ihren Materialbedarf ermitteln. Dazu messen Sie zunächst die Grundfläche des Zimmers, in dem das Laminat verlegt werden soll aus. Dabei sollten Sie beachten, dass Sie mindestens fünf Prozent mehr Material miteinberechnen sollten. Laminat wird meistens in Paketen angeboten. Wenn Sie nach dem verlegen feststellen sollten, dass Sie Reste übrig haben, stellen Sie sicher, dass Sie diese aufheben. Sollten ihnen nach einigen JahrenSchäden oder größere Abnutzungsspuren auffallen, können Sie die beschädigten Dielen einfach mit den übrig gebliebenen Resten ausbessern. Wenn Sie Randleisten montieren möchten, die unsaubere Kanten zwischen Wand und Boden kaschieren sollen, messen sie Länge aller Wände abzüglich Türen aus und ermitteln so die benötigte Anzahl dieser. Auch hier ist es möglich, dass Sie etwas mehr Material kaufen werden müssen, als Sie letztendlich benötigen. Handelsübliche Leisten werden in einheitlichen Längen von 2,40 m verkauft. So können Sie sich auch hierbei sicher sein, dass genügend Material zur Verfügung steht, sollten Ihnen Fehler beim Zuschneiden unterlaufen.


2. Der Untergrund

Damit sie erfolgreich Laminat verlegen können, benötigen Sie einen festen und ebenmäßigen Untergrund. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie nach dem Verlegen lange Freude an Ihrem Laminat haben werden. Um den Untergrund zu überprüfen, können Sie sich mit einer handelsüblichen Wasserwaage behelfen.


Was tun, wenn der Boden uneben ist?

Wenn Sie feststellen sollten, dass Ihr Untergrund uneben ist, und Sie Unterschiede von bis zu fünf Millimetern messen, können Sie diese mit Hilfe flüssiger Ausgleichsmasse, die Sie im Baumarkt erhalten ausgleichen. Im Baumarkt werden Sie gerne beraten. Größere Abweichungen können sie mit OBS-Platten einfach ausgleichen Laminat kann aufgrund seiner Beschichtung sehr laut sein und die Geräusche von Tritten nicht ohne weiteres abfangen. Deshalb sollten Sie sich überlegen eine Trittschalldämmung unter das Laminat zu legen. So können sie Wohngeräusche und Schritte einfach dämmen. Außerdem kann eine Trittschalldämmung leichte Unebenheiten im Untergrund ausgleichen und zur Wärmedämmung beitraten. Trittschalldämmungen finden Sie in unterschiedlichen Stärken und Ausführungen, ob als Bahnen oder verlegbare Platten.

3. Das Verlegen

Laminatdielen verfügen heute über eine einfache Steckverbindung, die auch als Klick- System bekannt ist. Beim richtigen Verlegen entsteht das typische Klickgeräusch.
Beginnen Sie beim Verlegen am besten mit einer der Längsseiten Ihres Zimmers. Der Vorteil dabei ist, dass die erste Reihen so aus möglichst vielen ganzen Laminatdielen besteht und nur wenig Verschnitt entsteht, wodurch sie deutlich Zeit sparen können. Wichtig ist jedoch, dass Sie zunächst einige Abstandhalter entlang der Wand platzieren. So wird sichergestellt, dass das Laminat Spielraum hat. Achten Sie darauf, dass Sie die erste Reihe so entlang der Wand platzieren, dass sie die nächste Reihe einklicken können. Legen sie einfach Brett für Brett entlang der Wand nebeneinander aus. Am Ende der ersten Reihe entsteht fast immer ein Verschnitt. Messen Sie einfach das übrig bleibende Stück aus und schneiden Ihre Laminatdiele entsprechend zu.

Die darauffolgende Reihe beginnen Sie anschließend mit dem Reststück der vorherigen Reihe. Dabei ist zu beachten, dass dieses Stück nicht zu kurz sein darf (mindestens 30 Zentimeter). Sollten Sie feststellen, dass Ihr Anfangsstück zu kurz ist, schneiden Sie vorsichtshalber eine neue Diele zurecht. Die neue Platte wird nun in einem 45 Grad Winkel in die bereits vorhandene Reihe eingehängt und leicht heruntergedrückt. Wenn Sie dies richtig machen, sollten Sie ein Klickgeräusch wahrnehmen können. Nach einigen Reihen werden Sie erkennen, dass das Verlegemuster sich gleichmäßig über die einzelnen bereits verlegten Reihen verteilt.
Beachten Sie stets, dass die Platten mit so wenig Abstand wie möglich aneinander liegen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie nach dem verlegen keine Übergänge zwischen den Platten erkennen. Sollten Sie merken, dass einzelne Platten sich nicht eng miteinander verbinden können Sie mit einem Gummihammer und einem Schlagholz leicht nachhelfen, um ein ebenmäßiges Bild zu schaffen.

Zum Abschluss Ihrer Arbeit müssen nun nur noch die Randleisten verlegt werden. Achten sie darauf, dass diese mindestens 15 Millimeter stark sind um den entstandenen Zwischenraum zur Wand optimal abdecken zu können. Bei der Auswahl der Fußleisten sollten Sie darauf achten, dass diese optisch dem Dekor des Fußbodens angepasst sind um ein einheitliches Bild zu erzielen. Legen Sie einfach die Leisten entlang des Zimmers aus, indem Sie die exakte Länge berechnen. Hierbei können die Zimmerecken zu einem Problem werden. Achten sie einfach darauf die Leisten hier in einem exakten 24 Grad Winkel zu zuschneiden. Um die Randleisten zu montieren müssen Sie meist Halteclips montieren, auf die Sie die Randleisten dann einfach aufstecken können.

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