Seinen Keller professionell abdichten – so funktioniert es

Seinen Keller professionell abdichten – so funktioniert es

Viele Hausbesitzer haben Probleme mit ihrem Keller. Feuchte bis nasse Wände sind keine Seltenheit. Dennoch war eine Abdichtung des Kellers bis zum letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nicht wirklich gängig. Es wurde meist hingenommen, dass der Keller feucht war. Die Feuchtigkeit wurde einfach über das gesamte Haus abgeleitet. Kein Wunder also, dass gerade bei älteren Gebäuden eine nachträgliche Dichtung oft nötig ist.

Um Feuchtigkeit und Nässe in den Griff zu kriegen, ist eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchte unerlässlich. Denn Feuchtigkeit im Wohnraum kann sogar der Sicherheit schaden, da sich gefährlicher Schimmel bilden kann. Dieser wiederum birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Doch das ist natürlich bei weitem nicht der einzige Grund, um für eine gute Abdichtung des Kellers zu sorgen. Zwei weitere wären unangenehme Gerüche und Risse in den Wänden.


Wenn es um die Abdichtung geht, haben Sie zwei Möglichkeiten. Die erste Option ist das Beauftragen von Fachkräften. Fachkräfte wissen, wie sie bei der Abdichtung vorgehen und sie können davon ausgehen, dass sie eine gute Arbeit abliefern. Allerdings kostet das Ganze natürlich Geld. Die zweite Option wäre die Abdichtung selber vorzunehmen. So können Sie viel Geld sparen. Allerdings sollten Sie sich handwerklich gut auskennen und brauchen zudem die nötige Ausrüstung. Sollten Sie diese nicht haben, werden Sie so oder so viel zahlen müssen. Dennoch möchten wir Ihnen gerne zeigen, wie Sie eigenhändig eine professionelle Abdichtung des Kellers vornehmen.

Erforderliche Materialien und Werkzeuge

Allein bei den Materialien braucht es schon eine Menge, um einen Keller richtig abzudichten. Wichtig sind Abdeckfolie, salzverträglicher Putz, Sperrgrundierung, Drainagerohr, Styropordämmplatten und Noppensperrbahn. Hinzukommen eine Menge Werkzeuge. Einige grundlegende Dinge wie Hammer und Meißel haben Sie mit Sicherheit. Doch diese reichen bei weitem nicht aus. Essentiell sind eine Bohrmaschine, Schachtstützen und ein Minibagger. Gerade letzteres „Werkzeug“ ist natürlich etwas, was nicht jeder Hobbyhandwerker daheim hat. Theoretisch könnten Sie den Minibagger aber auch einfach mieten. Jedoch sollten Sie abwägen, ob sich eine eigenständige Abdichtung dann finanziell noch lohnt.

Vorgehensweise beim Abdichten eines Kellers

Um mit der Arbeit überhaupt anfangen zu können, muss erst einmal das Erdreich ausgehoben werden. Für diese Ausgrabungsarbeiten kommt der Minibagger ins Spiel. Achten Sie darauf, dass Sie nicht tiefer als 30 Zentimeter graben. Ansonsten wäre die Belastung für die Stützen womöglich zu hoch. Des Weiteren müssen Sie auch einen Schacht zum Arbeiten anlegen. Dieser muss ausreichend breit sein. Im nächsten Schritt gilt es den überstehenden Putz zu entfernen. Sobald Sie damit fertig sind und alles abgefegt ist, lassen Sie das Mauerwerk ein bis zwei Trage trocknen. Erst dann sollten Sie mit der Arbeit fortfahren.



Nun geht es daran die Kellerwände zu verputzen und mit Bitumen abzudichten. Bevor Sie mit dem Verputzen anfangen, müssen Sie erst mal die Wände grundieren. Außerdem müssen Sie auch nach dem Verputzen wieder ein bis zwei Tage warten, bevor Sie die Wände mit Bitumen abdichten. Ist dieser Schritt erledigt, gilt es wieder das Ganze trocknen zu lassen. Auch hierfür warten Sie am besten ein bis zwei Tage. Zur besseren Dämmung des Kellers sollten Sie nach getaner Arbeit noch eine Noppensperrbahn und Styropordämmplatten verbauen. Das überschüssige Material schneiden Sie dabei einfach ab. Abschließend geht es nur noch an das Verlegen der Drainage. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich das Rohr etwa zwanzig Zentimeter tiefer als die Fundamentoberfläche befindet und legen Sie anschließend eine Kiesschicht drüber. Im Grunde wäre die Abdichtung des Kellers damit erledigt. Die Arbeit sollte also keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. In einigen Fällen kann sich eine eigenständige Abdichtung des Kellers aber dennoch lohnen.

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