Bauwerksdiagnostik: Ratgeber & Tipps

Bauwerksdiagnostik: Ratgeber & Tipps

Mit einer Bauwerksdiagnostik lässt sich der Zustand eines Hauses erfassen. Dabei werden unterschiedliche Methoden angewendet, wie die Thermografie oder die Feuchtigkeitsmessung, um zu erkennen, welche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Die Bauwerksdiagnostik erfasst und dokumentiert somit den Ist-Zustand eines Gebäudes.

Welche Vorteile bietet die Bauwerksdiagnostik?

Mit der Diagnostik kann sich die Nachhaltigkeit einer Immobilie steigern lassen. Dabei werden nämlich Baustoffe sowie Bausubstanzen umfangreich untersucht und die Daten werden anschließend dokumentiert sowie analysiert. Anschließend wird auf dieser Grundlage ein Gutachten erstellt. Auch Thermografie ist Bestandteil einer Diagnostik. Zum Beispiel eine Energieberatung bei KE-Impuls kann hier im Anschluss sehr helfen.

Thermografie

Wie wird die Bauwerksdiagnostik durchgeführt?

Im Grunde genommen finden dabei Untersuchungen des Aufbaus des Mauerwerks statt und demnach werden die Materialien, die Dimensionen sowie die Gegebenheiten untersucht, aber auch der Zustand des Mauerwerks und somit der Feuchtigkeitsgehalt, die Feuchtigkeitsverteilung oder auch der Gehalt von beschädigenden Salzen.

Der Ablauf findet in drei unterschiedlichen Stufen statt:

  • visuelle Diagnostik (Analyse der äußeren Merkmale)
  • instrumentelle Diagnostik (Messung und Prüfung der Diagnostikgeräte)
  • bewertende Diagnostik (Analyse und Bewertung der Ergebnisse)

In einem ersten Schritt findet eine allgemeine Untersuchung statt, bei der die ersten Beobachtungen dokumentiert werden. Dies betrifft beispielsweise Risse oder hohle Stellen, sichtbare Abdichtungen, Fugen und andere Öffnungen, den Zustand der Regenentwässerung oder auch den der Drainage. In einem zweiten Schritt findet die Feuchtigkeitsmessung oder die Thermografie statt. Dabei werden mögliche Salz und Kondensationen an den Wänden gemessen.

Es findet häufig zusätzlich eine Untersuchung im Labor statt, wobei im Vorfeld Proben entnommen werden. Es findet zudem ein chemisches Verfahren statt (Calciumcarbid-Methode). Auch mit dieser Methode ist es möglich den Wassergehalt im Baustoff festzustellen. Überschreitet dieser einen bestimmten Wert, muss entsprechend eine Trocknung durchgeführt werden.

Zum Schluss werden dann die Sanierungsmaßnahmen besprochen. Teilweise ist es nur notwendig, die Feuchtigkeit aus Räumen zu entziehen, in einigen Fällen müssen aber auch ganze Wände ausgetauscht oder komplette Räume saniert werden.

Kann die Diagnostik selbst durchgeführt werden?

Sie sollten hierfür am besten einen Profi verständigen. Um eine umfassende Untersuchung des Bauwerks durchzuführen, ist nämlich das richtige Werkzeug notwendig, das teilweise nicht überall erhältlich ist. Außerdem benötigt es viel Erfahrung, um die Untersuchung und anschließende Analyse professionell durchführen zu können.

Im schlimmsten Fall könnten Sie nämlich etwas übersehen, was später zu weiteren Schäden führen kann. Darüber hinaus wird meistens ein Gutachter mit in die Bewertung des Bauwerks eingeschlossen, damit ein offizielles Gutachten über den Zustand eines Gebäudes gestellt werden kann. Dies ist häufig für Versicherungen notwendig.

Wann ist eine Bauwerksdiagnostik notwendig?

Wissen Sie, ob es in einem Gebäude eine Stelle gibt, an der Wasser austritt? Und wissen Sie, wo sich diese Stelle befindet? Häufig lautet die Antwort nein und erst viel später ist mit den Folgen eines Lecks zu kämpfen. Um dies zu verhindern, kann frühzeitig eine Bauwerksdiagnostik durchgeführt werden. Dabei wird nämlich nicht nur der Zustand eines Gebäudes bewertet und somit, ob das Mauerwerk bestimmten Vorgaben entspricht und sicher ist, sondern auch, ob es jegliche Probleme gibt. Aus diesem Grund werden beispielsweise eine Feuchtigkeitsmessung und eine Thermografie durchgeführt. Mit beiden Methoden kann nämlich herausgefunden werden, ob es Feuchtigkeitsschäden gibt.

Feuchtigkeit messen

Dadurch kann ein Wasserschaden frühzeitig aufgespürt und der Schaden behoben werden, während die Kosten noch überschaubar sind. Bei der Diagnostik wird nämlich zuerst ein Leck aufgespürt, dieses wird anschließend repariert und danach findet eine Untersuchung des Schadens statt. Teilweise sind nur einige Wände von der Feuchtigkeit betroffen und manchmal sind es auch ganze Räume. Anschließend gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um diese Feuchtigkeitsschäden zu beheben.

Somit ist die Diagnostik nicht nur beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie ratsam, sondern auch als Teil einer Sanierung oder Renovierung. Selbst wenn es somit keine sichtbaren Probleme gibt, ist es ratsam ein Bauwerk rundum untersuchen zu lassen.

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