Die Sicherheit steigern, mit einbruchhemmenden Türen

Die Sicherheit steigern, mit einbruchhemmenden Türen

Bei einer einbruchshemmenden Tür minimiert sich das Risiko, das sich Einbrecher unter Einsatz von Einbruchswerkzeugen gewaltsam Zutritt zu Ihrem Haus oder Wohnung verschaffen. Unter „einbruchshemmend“ versteht man:
• Türblatt
• Bandtasche
• Band
• Schloss
• Schließblech
• Drücker
• Zarge
die unter fachmännischen Voraussetzungen verbaut wurden. Eine Sicherheit, dass Sie, Ihre Familie und Eigentum geschützt bleiben. Eine Tür weist eine einbruchshemmende Wirkung auf, wenn sie so sicher hergerichtet wurde, dass sie über eine bestimmte Widerstandszeit dem Versuch eines gewaltsamen Einbruchs widersteht.

Wie verhält es sich mit den Widerstandsklassen?

Einbruchhemmende Türen werden in Widerstandsklassen eingeteilt. Unter Berücksichtigung der Lage des Hauses, sowie der Nutzung des Sachwertinhalts sollte die Widerstandsklasse (Resistance Class= RC) erfolgen.

Vor genau elf Jahren wurden mit der DIN EN 1627 europäische Normen eingeführt. Diese Normen definieren die Widerstandsfähigkeit von einbruchshemmenden Bauteilen. Hierbei wird nach den eingesetzten Werkzeugen , als auch der Zeit, die ein Einbrecher braucht, um die Tür gewaltsam zu öffnen, klassifiziert.

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Was wird in der Norm geregelt?

Nach der Einführung der europäisch geltenden Normen wurden die Widerstandsklassen mit dem englischen Begriff „Resistance Class“ gekennzeichnet. Unterschieden wird hier zwischen den Klassen RC 1N bis RC 6.

Wie werden die Türen klassifiziert?

Hersteller von Fenster und Türen lassen ihre Produkte von akkreditierten und unabhängigen Prüfinstituten testen. Bei einer positiven Klassifizierung der Tür bedeutet es, dass das Öffnen der Tür mit Einbruchswerkzeug in einer vorgegebenen Zeit nicht gelingt.

Wodurch unterscheiden sich die Widerstandsklassen?

Widerstandsklasse RC 1N: Bauteile dieser Klasse RC 1 N verfügen über einen Grundschutz gegen einen Ausbruchsversuch mit körperlicher Gewalt. Dazu gehören:
• Gegenspringen
• Gegentreten
• Hochschieben
• Schulterwurf
• Herausreißen

mit anderen Worten, vorwiegend „Vandalismus“. Daher weisen diese Bauteile nur einen geringen Schutz gegen einen Einsatz von Hebelwerkzeugen auf.

Widerstandsklasse RC 2 N / RC2: Hier versucht der Gelegenheitseinbrecher zusätzlich mit einem simplen Werkzeug wie Schraubenzieher, Keile und Kombizange, die Tür aufzubrechen. In diesem Fall muss die Tür die gewaltsame Öffnung mindestens 3 Minuten überstehen.

Widerstandsklasse RC 3: Hier versucht der Einbrecher mit einem zweiten Schraubenzieher zusätzlich und einem Kuhfuß die Tür aufzubrechen. Diesem Einbruchsversuch muss die Tür mindestens 5 Minuten standhalten.

Weitere Widerstandsklassen sind: RC 4, RC 5 und RC 6.

Für Häuser und Wohnungen werden die Widerstandsklassen RC 2 und RC 3 empfohlen. In gewerblich genutzten Gebäuden wie Banken finden die Klassen RC 4 bis Rc 6 Anwendungen. Bei größeren Türen die mit einem Seitenteil ausgestattet sind, muss darauf geachtet werden, dass auch das Seitenteil der favorisierten Widerstandsklasse entspricht, wie auch bei der Tür.

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Warum diese erhöhte Sicherheit?

Ein Einbruchschutz ist immer sinnvoll, zudem empfiehlt die Kriminalpolizei immer wieder erhöhte Schutzmaßnahmen zu treffen. Jetzt können Sie natürlich sagen: „Bei mir ist nichts zu holen“, aber weiß das auch der Einbrecher? Wenn bei Ihnen nichts zu holen ist, kann der Einbruch auch schnell in körperlicher Gewalt ausarten. Kaum vorstellbar, dass Ihnen das gefallen würde! Da ist ein gewisser Einbruchschutz doch wohl die bessere Alternative.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass erhöhte Schutzmaßnahmen Berufs-Einbrecher, Gelegenheitsdiebe und osteuropäische Banden wirkungsvoll abschreckt. In der Regel werden von den Einbruch-Profis die Objekte zum Teil vorher ausgekundschaftet. Besonders gesicherte Objekte werden schnell erkannt und sich anderen Objekten zugewandt, die nicht so gesichert sind.

Wo liegt der gesicherte Vorteil von RC 2 und RC 3?

Viele Hauseingangstüren sind mit Glaselementen ausgestattet, wodurch sich der Eingangsbereich schön hell gestaltet. Hier ist auch das Design wie Milchglas oder Klarglas nicht wichtig, sondern vielmehr die Verarbeitung des Glasaufbaus.

Als Erstes ist die Qualität des Rahmens als auch der Laibung der erste Richtungshinweis der Interessenten. Dazu gehören: Verarbeitung, Gängigkeit und Gewicht. Neben der Verankerung spielt auch das Glas eine wichtige Rolle, sofern die Tür mit Glas versehen ist. Bei RC 2 handelt es sich außen um verstärktes Glas (P4A) bei einer Stärke von 10 mm. Nach der entsprechenden Norm ist das Glas durchwurfhemmend.

Im Glasbereich erhöht sich die Sicherheit mit RC 3. Das kann entscheidend sein, wenn es sich bei der Haustür um eine Tür mit viel Glas handelt. Durch eine dickere Sicherheitsfolie erhöht sich die Glasstärke auf 11 mm (R5A). Dadurch erschwert sich der Einbruch und gefällt keinem Einbrecher, da die Zeit für ihn rennt und Lärm möchte er auch nicht verursachen. Daher ist der Erfolg mehr als gering.

Bei RC 2 und RC 3 wird im Türrahmen die Glasfläche fest verklebt, was so auch bei einer unerwünschten Hebelwirkung vorteilhaft wirkt.

Sicherheitstechnik bei Haustüren

Auf jeden Fall ist bei Haustüren die Sicherheitsklasse RC 2 als Minimum die Regel. Bedingt durch die Sicherheitstechnik auf der Band- und Schlossseite, wirkt mit hochwertigen Schließzylindern der Einbruch sehr herausfordernd. Natürlich nur bei einer verschlossenen Tür. Im Detail finden sich Schwenkriegel auf der Schlossseite bei Türen der Klasse RC 2.

Diese verankern sich im Inneren der Tür mit dem Türrahmen. Des Weiteren befinden sich auf der Bandseite starre Bolzen, sogenannte feststehende Stahlzapfen die wirkungsvoll ein Einrammen der Tür keine Chance geben. Bei bestimmten Typen sind die Riegel aus hochwertigem Edelstahl gefertigt.

In vielen Fällen ist der Schließzylinder das Angriffsziel der Einbrecher. Mit einem professionellen Profizylinder aus hartem Chrom-Nickel-Stahl in Verbindung einer aufbohrsicheren Konstruktion, reißen sich die Einbrecher vor Wut die Haare aus. Hinzu kommt, dass hauptsächlich bei Hauseingangstüren die Schließzylinder stark versenkt sind und daher auch nicht nach außen gezogen werden können.

Vorbeugen ist besser als vor dem Nichts zu stehen!

Circa 50 % der Einbrecher wählt die Eingangs- oder Hintertüren zum Einbrechen in die Wohnung oder Haus. Typische Angriffspunkte an der Tür sind vorwiegend vorstehende Zylinder, schwache Schließzylinder und abschraubbare Türschilder. Laut einer Kriminal-Statistik werden die meisten Türen mit primitivsten einfachen Werkzeugen wie Schraubenzieher aufgehebelt. Erschweren Sie dem Einbrecher seinen Job mit einbruchshemmenden Türen und Fenstern. Erfolgt der Einbruch nicht in wenigen Minuten, verlieren sie schnell die Lust.

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